Nikolaus Hirnschall, der Ideengeber hinter TRUDI und Geschäftsführer der Roland Spedition, spricht darüber, wie es dazu kam, eine branchenweite Plattform für die letzte Meile im Containerverkehr zu schaffen. Er gibt Einblicke, welche Herausforderungen es in der Logistikbranche zu meistern gilt und warum ihm der menschliche Aspekt bei der Wahl eines langfristigen Geschäftspartners so wichtig ist.

Meet TRUDI

TRUDI ist eine Plattform für die gesamte Logistik-Branche mit dem Ziel, die nachhaltige Digitalisierung der letzten Meile im Containerverkehr voranzutreiben. Initiator und Ideengeber hinter TRUDI ist Nikolaus Hirnschall, Geschäftsführer der Roland Spedition. Mit mehr als 20 Jahren Branchenerfahrung kennt er die Herausforderungen im kombinierten Verkehr nur zu gut. Durch die Digitalisierung definierter Logistik-Prozesse will er mehr Effizienz und Nachhaltigkeit für alle Marktteilnehmer schaffen.

Von den täglichen Herausforderungen in der Logistik

In der Logistikbranche stehen wir vor vielfältigen Herausforderungen. Speziell der kombinierte Verkehr stellt – durch den Wechsel der Verkehrsmittel in der Logistikkette – hohe Anforderungen an die Administration. Doch letztendlich geht es um die schnelle und strukturierte Abwicklung von komplexen Prozessen. Dabei müssen wir darauf achten, dass wir Transparenz für unsere Kunden schaffen und alle Beteiligten laufend Informationen erhalten. Die lückenlose Dokumentation und Nachvollziehbarkeit der Arbeitsschritte sind von größter Wichtigkeit.

Vor der Digitalisierung waren die Prozesse intransparent und ein fehleranfälliges Zettelchaos die Folge. Die Auftragsdaten wurden über verschiedene Medien (E-Mail, SMS, Telefon) übertragen und bearbeitet, das machte die Arbeitsschritte zeitaufwendig. Missverständnisse, Übertragungsfehler und verlorene Dokumente verursachten Mehraufwand für Disponenten und lange Wartezeiten, speziell für die Fahrer an den Terminals – wertvolle Arbeitszeit wurde verschwendet.

Der kombinierte Verkehr stellt – durch den Wechsel der Verkehrsmittel in der Logistikkette – hohe Anforderungen an die Administration. Vor der Digitalisierung waren die Prozesse intransparent und leider auch fehleranfällig.

Nikolaus Hirnschall, Initiator TRUDI

Wenn hohe Arbeitsbelastung und Intransparenz zu Zeitfressern werden

Alles in allem war das schon eine sehr unbefriedigende Situation. Die Ineffizienzen führten zu einer hohen Arbeitsbelastung, das war dann natürlich auch frustrierend für meine Mitarbeiter. Wir haben da wirklich viel Zeit liegen gelassen. Die Situation war für uns so nicht mehr akzeptabel und so entstand die Idee, die Abläufe für alle Beteiligten zu vereinfachen. Wir wollten mühelos mehr Übersicht und Ordnung in die Aufträge bringen und die vorhandenen Prozesse straffen.

Die Situation war für uns so nicht mehr akzeptabel und so entstand die Idee, die Abläufe für alle Beteiligten zu vereinfachen.

Nikolaus Hirnschall, Initiator TRUDI

Die inhouse Entwicklung als Lösung

Schnell stellte sich heraus, dass das notwendige Tool mehr als eine reine Digitalisierung von Prozessschritten sein muss. Es sollte eine Plattform werden, die viele Menschen unterstützen kann. An dem Punkt wusste ich, es ist Zeit, das Projekt nachhaltig anzugehen. Mein erster Ansatz war, selbst eine kleine Entwicklungsabteilung aufzubauen, da es ein langfristiges, über Jahre andauerndes Projekt werden würde. Dann hat sich aber herausgestellt, dass sich die interne Abwicklung schwieriger gestaltet als gedacht. Bei einer App-Entwicklung muss man immer am Ball bleiben, am neuesten Stand der Technik sein, eine kontinuierliche Weiterentwicklung war für uns inhouse einfach nicht umsetzbar.

Die Vorteile der Digitalisierung wollen wir natürlich nicht für uns behalten.
Darum setzen wir auf eine branchenweite Plattform.

Nikolaus Hirnschall, Initiator TRUDI

Die inhouse App-Entwicklung hat sich schwieriger gestaltet als gedacht, schließlich habe ich nach einem langfristigen Partner gesucht und ihn in Guid.New gefunden.

Nikolaus Hirnschall, Initiator TRUDI

Schlussendlich sind wir draufgekommen, dass wir einen langfristigen Partner brauchen: Einer, der das nötige Know-how für ein Projekt dieses Umfangs und dieser Wichtigkeit mitbringt und dann noch – was mir wichtig ist – auch menschlich zu uns passt. Wenn man auf lange Zeit zusammenarbeitet, dann muss wirklich alles passen, also das Zwischenmenschliche ist dann extrem wichtig: Man muss sich vertrauen können, man muss miteinander lachen können und die Arbeit muss auch Spaß machen.

Wenn man auf lange Zeit zusammenarbeitet, muss man auch miteinander lachen können und die gemeinsame Arbeit muss einfach Spaß machen.

Nikolaus Hirnschall, Initiator TRUDI

Wenn Kompetenz und Leidenschaft für Software aufeinandertreffen

In Guid.New habe ich genau diesen Partner gefunden. Seit über einem Jahr arbeiten wir nun gemeinsam daran die Last-Mile im Containerverkehr zu revolutionieren. Ich schätze die enge Zusammenarbeit und das freundschaftliche Arbeitsklima. Wir entwickeln in 14-tägigen Sprintzyklen, so kommen wir schnell zu Ergebnissen und sollten doch mal Kursanpassungen nötig sein, kann man schnell und flexibel reagieren. Das hält natürlich auch die Risiken in der Softwareentwicklung klein. Diese Flexibilität und Transparenz geben mir schon ein Gefühl der Sicherheit. Das Team rund um Bernd Hirschmann nimmt sich wirklich Zeit die Ausgangssituation ganzheitlich zu erfassen. Bei Guid.New wird nicht nur einfach ein Lastenheft abgearbeitet: Sie bringen sich aktiv ein und man fühlt sich in guten und vor allem kompetenten Händen. Dann ist da natürlich auch die nötige Erfahrung mit den aktuellsten Technologien vorhanden. Guid.New hat sich auf Webentwicklungen spezialisiert und sie haben die Abläufe in der Entwicklung perfektioniert. Den Jungs und Mädels von Guid.New merkt man die Leidenschaft für die Softwareentwicklung an. Die lieben ihren Job und das spürt man in der Zusammenarbeit sowie im Endprodukt.

Wir haben viel erreicht, doch das ist erst der Anfang

Nach einem Jahr gemeinsamer Arbeit an TRUDI haben wir ein Tool geschaffen, welches die Last-Mile im Containerverkehr nachhaltig verändert hat. Was sich konkret verbessert hat?! Der Prozess ist dank transparenter Kommunikation für alle Beteiligten nachvollziehbarer geworden. Missverständnisse und Übertragungsfehler gehören nun der Vergangenheit an. Wichtige Dokumente werden jetzt direkt in der App verwaltet. Gleichzeitig können wir die Durchlaufzeiten dank der Slotbooking-Funktion reduzieren. Dann wäre da noch die bessere Auslastung der Frächter und Fahrer.

Stehen bleiben werden wir natürlich nicht – für uns ist das erst der Anfang. Derzeit arbeiten wir an Features wie der "Abrechnungs- und Kostenübersicht". Diese werden die tägliche Arbeit für Spediteure und Frächter weiter vereinfachen. Mit der geplanten Einbindung des "Digitalen Frachtbriefes" gehen wir einen weiteren Schritt Richtung papierloser Abwicklung der letzten Meile im kombinierten Verkehr. Neben der weiteren Digitalisierung der Lieferkette steht der Ausbau des Partnernetzwerkes im Fokus. In naher Zukunft werden unsere Kunden die Vorteile der TRUDI App an weitere Terminals im DACH-Raum nutzen können.