24 Teilnehmerinnen, ein Raum voller Neugier, erste Schritte mit Angular, viele Fragen – und dazwischen genau das, was gute Community-Arbeit ausmacht: Menschen, die ihr Wissen teilen, ermutigen und damit Türen öffnen.

Hannes, Michael und Markus unterstützten zusammen mit Tobias & Simon von BearingPoint die Teilnehmerinnen des Workshops an der FH CAMPUS 02 als Mentoren bei ihrem Einstieg in die Welt von Angular. Und dabei ging es um weit mehr als um ein Framework. Nämlich um Sichtbarkeit, Selbstvertrauen und um aktive Unterstützung, mit der der Quereinstieg in die Softwareentwicklung gelingen kann.

Wenn aus Neugier Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wird

Der zweite Workshop der Angular Austrian Allies in Graz war ein voller Erfolg. Ziel des Formats: Frauen bei ihrem Einstieg in die Tech-Branche stärken, gegenseitige Unterstützung fördern und mehr Sichtbarkeit für Frauen in der Angular-Community schaffen.

Was nach einem konkreten Workshop-Ziel klingt, war vor Ort vor allem eines: ein Raum, in dem Lernen niedrigschwellig, praxisnah und gemeinschaftlich möglich wurde. Statt trockener Theorie standen interaktive Übungen, fachliche Inputs, kleine Challenges, Quizformate und direkter Austausch im Mittelpunkt. Vor allem aber war genügend Zeit für Fragen. Für Unsicherheit. Für Ausprobieren. Und genau darin liegt der größte Wert dieses Workshop-Formats.

Denn wer neu in ein technisches Feld einsteigt, braucht keinen Perfektionsdruck. Sondern einen Rahmen, in dem man anfangen und auch Fehler machen darf.

Angular lernen – Schritt für Schritt, ganz ohne Berührungsängste

Im Zentrum des Workshops stand ein praxisnahes Tutorial, das die Teilnehmerinnen Schritt für Schritt durch die Entwicklung einer Angular-Anwendung führte. Komponenten, dynamische Inhalte, Formulare, Routing und REST-Schnittstellen wurden nicht abstrakt erklärt, sondern direkt im Tun erarbeitet. Der Peptalk „50 Shades of Software Development – Software ist nicht nur Code“ von Doris Pedratscher (Project Owner bei LEAN CODERS) hat den Tag zusätzlich aufgelockert.

Genau dieser Zugang macht den Workshop wirklich hands-on: Lernen wird greifbar, weil Theorie und Anwendung unmittelbar zusammenspielen. Neue Begriffe verlieren ihren Schrecken, wenn man sie im Kontext erlebt. Und aus anfänglichem Copy-Paste entsteht langsam ein erstes Verständnis dafür, wie moderne Webentwicklung tatsächlich funktioniert.

Für die Mentoren war es besonders schön zu beobachten, wie die Teilnehmerinnen im Laufe des Tages immer mutiger wurden. Wie aus vorsichtigen ersten Schritten mehr Sicherheit entstand. Wie Fragen konkreter wurden. Und wie aus „Ich weiß nicht, ob das etwas für mich ist“ langsam ein „Vielleicht ist das mein Weg“ wurde.

Code. Confidence. Community.

Hinter dem Workshop stehen die Angular Austrian Allies – eine Initiative, die sich mit ihrem Leitsatz Code. Confidence. Community. dafür einsetzt, Frauen den Einstieg in die Softwarewelt und speziell in die Angular-Entwicklung zu erleichtern.

Das Besondere daran: Hier geht es nicht nur um reine Wissensvermittlung, sondern um Branchenzugang und Selbstermächtigung. Um einen Einstieg, der nicht abschreckt, sondern ermutigt. Um Lernformate, die praxisnah sind und verständlich bleiben. Und um eine Community, die nicht danach fragt, wie viel Vorwissen jemand mitbringt, sondern wie man gemeinsam weiterkommt.

Gerade in der Tech-Welt sind solche Räume entscheidend. Denn oft scheitern besonders Frauen beim Einstieg nicht an fehlendem Potenzial, sondern an fehlender Ermutigung, an hohen Hürden oder an dem Gefühl, nicht dazuzugehören. Initiativen wie dieser Workshop setzen genau dort an.

Von einer Quereinsteigerin für Quereinsteigerinnen

Ein zentraler Grund, warum der Workshop so gut funktioniert, liegt auch an den Menschen dahinter. Lisa Scelli, Initiatorin und Co-Organisatorin des Formats, ist selbst Quereinsteigerin und heute Full Stack Developerin mit Fokus auf Angular. Sie steht damit genau für das, was der Workshop möglich machen will: den Weg in die Softwareentwicklung nicht nur theoretisch denkbar, sondern praktisch erreichbar zu machen.

Lisa hat das Tutorial aus der Perspektive heraus gestaltet, den Einstieg wirklich einfach und alltagstauglich zu machen – genauso, wie sie sich so ein Tutorial damals bei ihren Anfängen gewünscht hätte. Genau das ist es, was es braucht, wenn man Menschen für Technologie begeistern will, die noch nicht tief in der Materie stecken.

Mir machen diese Workshops viel Freude, weil ich damit einen kleinen Beitrag leisten kann, Menschen, die sich noch nicht so richtig trauen, in die Tech-Welt einzusteigen, zu helfen. Zudem freue ich mich, ihnen damit mehr Mut und Selbstvertrauen geben zu können.

Lisa Scelli - Initiatorin der Angular Austrian Allies

Unterstützt wird das Format außerdem von Martina Kraus als Co-Organisatorin. Sie ist Trainerin, Speakerin und Consultant sowie Google Developer Expert für Angular und organisiert Deutschlands größte Angular-Konferenz, die NG-DE. Sowie von Gérôme Grignon, Frontend Engineer, Speaker und Angular French Community Leader, als Vortragendem. Ebenso Nihad Abou-Zid, Full-Stack-Developer mit Fokus auf Backend, der den Workshop als Vortragender und Mentor unterstützt hat. So entstand gemeinsam ein Workshop-Setting, das fachlich fundiert und gleichzeitig offen, motivierend und zugänglich ist.

Eine weitere entscheidende Rolle bei der Realisierung des Workshops kommt Manfred Steyer zu. Er ist der Enabler, der alle zusammenbringt und Türen öffnet – für die nächste weibliche Generation an Angular-Entwicklerinnen. Manfred Steyer ist einer der führenden Angular-Experten im DACH-Raum und bekannt für praxisnahe Architektur-, Trainings- und Consulting-Themen rund um moderne Enterprise-Frontends.

Das Besondere an Angular ist seit jeher die Community: Man hilft einander und jeder ist willkommen. Deswegen freut es uns auch, dass wir mit diesem kostenlosen Angebot interessierten Frauen eine spannende und beruflich relevante Einführung bieten können.

Manfred Steyer - Angular Architects

Community Matters, warum wir uns aktiv einbringen

Bei Guid.New sind wir überzeugt: Gute Software entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie entsteht in einem Umfeld, in dem Wissen geteilt wird, Menschen voneinander lernen und Community aktiv gelebt wird. Deshalb sind wir der Einladung von Manfred Steyer, den Workshop als Mentoren zu unterstützen, sehr gerne gefolgt.

Wer uns kennt, weiß: Die aktive Mitgestaltung der lokalen Dev-Community liegt uns am Herzen (siehe DevOpsDays Graz und die Microsoft Developer User Group Graz). Der Workshop bot den perfekten Rahmen für fachlichen Austausch auf Augenhöhe, in dem wir unsere Erfahrung und unser Know-how teilen konnten, um den angehenden Entwicklerinnen den Einstieg in die Praxis zu erleichtern.

Es hat mich sehr gefreut, dazu beizutragen, dass die Angular-Community in Graz wieder ein Stückchen gewachsen ist. Es war schön zu sehen, wie viel Interesse an moderner Webentwicklung besteht und welche Fragen angehende Entwicklerinnen an das Berufsfeld haben.

Markus Perz - Full Stack Developer mit Fokus auf Angular bei Guid.New

Für Markus zeigt sich die Stärke von Angular vor allem in seiner Bandbreite: von kleineren Hobbyprojekten bis hin zu komplexen Enterprise-Anwendungen. Genau das macht das Framework auch für Einsteigerinnen spannend – weil es einen realistischen Blick auf moderne Softwareentwicklung eröffnet und gleichzeitig strukturiertes Lernen ermöglicht.

Das Interesse war groß und die Teilnehmerinnen waren voll dabei. Als Mentor konnte man hier wirklich gut unterstützen. Angular ist cool, weil es nicht nur ein gutes Framework ist – es gibt auch eine gute Community dahinter.

Michael Wind - Lead Developer und Angular-Experte bei Guid.New

Auch für Michael ist klar: Technologie und Community lassen sich nicht trennen. Wer Angular lernt, lernt nicht nur, gute Webapplikationen zu bauen. Man wird auch Teil eines Ökosystems, in dem Austausch, Events und gegenseitige Unterstützung eine zentrale Rolle spielen.

Für mich als Mentor ist es das Coolste, wenn man von Copy-Paste langsam auf Verstehen umsteigt und sozusagen der Knopf aufgeht. Das sind die Dinge, die wirklich hängen bleiben.

Hannes Hasenaue - Co-Founder und Software-Architekt bei Guid.New

Hannes bringt damit genau auf den Punkt, worum es in Workshops wie diesem geht: nicht nur Inhalte zu vermitteln, sondern Aha-Momente zu ermöglichen. Denn nachhaltiges Lernen beginnt dort, wo Menschen beginnen, Dinge selbst zu hinterfragen, Zusammenhänge zu erkennen und Technologie nicht nur anzuwenden, sondern zu verstehen.

Mehr als ein Workshop: ein Beitrag für die nächste weibliche DEV-Generation

Der Diversity Workshop ist Teil des Ausbildungsprojekts zur akademisch geprüften Softwareentwicklerin, das bereits seit vielen Jahren in Kooperation zwischen ZAM Steiermark und der FH CAMPUS 02 umgesetzt wird. Dahinter steht ein Ziel, das wir gerne unterstützen: Frauen den Einstieg in die Softwareentwicklung erleichtern, Nachwuchstalente fördern und dem Fachkräftemangel so aktiv entgegenwirken.

Der Workshop ermöglicht unseren Teilnehmerinnen, mit Expert:innen aus der Praxis an ihrer Seite erste Schritte im Angular-Development zu machen – praxisnah, unterstützend und ermutigend! Ein großes Dankeschön an alle Coaches und Organisator:innen, die diesen Workshop möglich gemacht haben.

Verena Gettinger - Ausbildungsmanagement zam Steiermark

Für uns zeigt sich an Formaten wie diesem sehr deutlich, was es braucht, damit die Branche langfristig wächst: nicht nur gute Ausbildung, sondern praxistaugliche Zugänge, konkrete Möglichkeiten und Begleitung. Deshalb sind wir gerne Teil solcher Initiativen. Unser Fazit: Community stärkt besonders dort, wo Karrierewege erst beginnen

Der Workshop an der FH CAMPUS 02 hat einmal mehr gezeigt, was Tolles entstehen kann, wenn die richtigen Menschen zusammenkommen, um aktiv zu unterstützen und ihr Wissen zu teilen. Wenn Fragen willkommen sind und aus Unsicherheit Mut wird.

Von solchen Initiativen profitiert die gesamte Branche, die nur dann zukunftsfähig bleibt, wenn mehr Menschen Zugang zu ihr finden. Oder anders gesagt: Vielleicht beginnt der Weg in die Softwareentwicklung manchmal wirklich mit dem Gedanken: „Ich schmeiß alles hin und werd Developerin.“

Du möchtest auch unterstützen? Begleite die Angular Austrian Allies auf dem Weg und werde Teil einer wachsenden Community, die Frauen in der Tech-Welt stärkt und vernetzt. Wenn du dich als Mentor:in engagieren möchtest, melde dich gerne bei Lisa unter aaa@ngdevs.at.